Unzureichende Planung zum Nachteil von CKS-Patienten

"Mit Lieferengpässen ist leider immer wieder zu rechnen"!

In jüngster Zeit gab es einige Beschwerden über die zögerliche Versorgung mit Sumatriptan-Spritzen. Wir sind dem Thema nachgegangen und haben uns an die Hersteller gewandt.

Die Firma GlaxoSmithKline hat sich wie folgt geäußert:
Es bestehe in der Tat ein „Lieferengpass“, der in der 49. KW behoben sein werde. Hintergrund: Es werde eine Charge produziert - daraus würden Stichproben genommen und erst nach der Freigabe gehe die Charge in den Versand. Dann erst werde mit der Produktion der nächsten Charge begonnen. Wörtlich sagte ein Vertreter der Firma: „Mit Lieferengpässen ist leider immer wieder mal zu rechnen“.

Kommentar

Eine Verknappung/Lieferengpässe wichtiger Medikamente infolge unzureichender Planung bzw. Vorratshaltung zu Lasten von Schmerzpatienten halten wir für völlig inakzeptabel. Es ist nun zu überlegen, wie die Pharmaindustrie verpflichtet werden kann, derartige Lieferengpässe sicher zu vermeiden.

Praktischerweise kann man letztlich eigentlich nur empfehlen, sich einen entsprechenden Vorrat anzulegen.

Jakob Terhaag

Die Firma Hormosan hat sich wie folgt geäußert:
Das Material werde in Indien produziert und die Inder hätten „von heute auf morgen“ die Produktion eingestellt, ohne vorab-Info an Hormosan zu geben. Auf unsere Nachfrage, warum denn so etwas nicht vertraglich ausgeschlossen sei, erhielten wir keine offizielle Auskunft, sondern lediglich die Andeutung, dass die FDA „ für den Produktions-Stopp verantwortlich“ sei. Die Produktion in Indien soll jetzt wieder anlaufen und „um den Jahreswechsel“ sollen die ersten Chargen wieder verfügbar sein. Hormosan habe bereits jetzt für die erste Lieferung die 5fache Menge des Normalen geordert.

Wir werden von der Firma informiert, wenn das Material wieder verfügbar ist.
Natürlich wird unmittelbar eine entsprechende Veröffentlichung an unsere Mitglieder und Leser herausgegeben.