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An dieser Stelle finden Sie Berichte von einzelnen Betroffenen in denen diese ganz subjektiv ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle schildern. _______________________________________________________________________________________________________________ 3:00 wache ich erschrocken auf, hoffe, nur geträumt zu haben, weiß aber, dass es nicht so ist. Ich springe schnell aus dem Bett, während meine liebe, seit 15 Jahren mit mir verheiratete Frau, die einzige, die wirklich versucht mich zu verstehen, mich hilflos beobachtet; dass es nichts gibt, womit sie mir helfen könnte, schmerzt auch sie. Vorsichtig, um die Kinder nicht zu wecken, gehe ich Treppe herunter. Wenn sie Zeugen meines nächtlichen Cluster-Rituals würden, könnten sie mich nie mehr so ansehen wie bisher: Ihr Vater, der furchtlose Beschützer, der fleißige Ernährer in Tränen aufgelöst umher kriechend und den Kopf auf den Holzboden schlagend. Die Schmerzen sind so schlimm, ich könnte schreien, aber ich tu es nicht. Ich gehe die drei Treppen hinunter, wo mich keiner hören kann und falle auf die Knie. Ich lege die Hände in den Nacken und verschränke die Finger. Ich drücke meinen Kopf mit den Armen zusammen, zwänge ihn ein, so fest ich kann und versuche meinen Schädel zu zerquetschen. Ich fange an, mich herum zu wälzen, schlage mit dem Kopf auf den Boden, stöhne leise vor mich hin. Ich stehe auf und laufe umher, presse die Handfläche mit aller Kraft gegen mein linkes Auge. Oftmals wundere ich mich, wie es sein kann, dass mein Auge dabei nicht zerstört wird. Ich suche nach dem Telefon, meine Geheimwaffe um mich abzulenken, und schlage mit dem Hörer gegen meine Schläfe. In einem bestimmten Rhythmus hämmere ich gegen meinen Schädel, verfluche den Dämonen mit jedem Hieb. Es gelingt mir, mich ein wenig von dem Cluster abzulenken, und dann beginnt das Ganze wieder von vorne: herumwälzen und pressen, kriechen und Kopf auf den Boden knallen, das Telefon. Eventuell verlässt mich der Cluster, was immer das sein mag. Ich fühle, wie er an meiner Schläfe vorbei zum Ohr zieht und hier aus meinem Schädel rinnt, wie Wasser durch ein Rohr. Heute waren es zwei Stunden, gestern dreißig Minuten, morgen? Das weiß nur Gott. Anonym aus dem Englischen übersetzt durch Jakob C. Terhaag
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